Mittwoch, 11. Januar 2023

Fahrzeugmarkt 2022: Alle Jahre wieder

Das Jahr 2022 war eindeutig ein Jahr der Elektrofahrzeuge. Während der Gesamtmarkt lieferketten- und pandemiebedingt zurückging, legten insbesondere die vollelekrischen Fahrzeuge den nächsten Gang ein. Die Plug-In-Hybriden, die in der ersten Jahreshälfte noch einigermassen mithielten, brachen in der zweiten Hälfte ein. Zu verdanken war das vermutlich der angekündigten Streichung der Bafa-Prämie für diese Fahrzeuge zum Jahresende 2022: für Privatnutzer wurde die Anschaffung damit unattraktiv. Für Gewerbenutzer allerdings nicht unbedingt, da die steuerliche Privilegierung (Versteuerung des geldwerten Vorteils) nicht verändert wurde. 👿

Sonntag, 18. Dezember 2022

Degradation des Akkus - Reparaturmöglichkeiten, Preise, Verwertung

Bereits in mehreren Beiträgen wurden hier Fragen zum Akku erörtert. Beispielsweise, warum ein Fahrzeugakku und ein Handyakku nicht vergleichbar sind, wie es um Recyclingmöglichkeiten steht oder um die Lebensdauer in Jahren und Kilometern. Was bisher noch nicht so ausführlich zur Sprache kam, ist die Frage der Reparaturen: ist das möglich und wie kompliziert ist das überhaupt? Um das zu verstehen, muss man den Aufbau von Elektrofahrzeugen und deren Fahrakkus einmal näher betrachten. 👆

Praktisch alle haben heute Batteriepacks, die aus mehreren Modulen bestehen, die miteinander verbunden sind und in einer Wanne liegen. Allgemein gesagt, kann man den Unterboden aufschrauben und das Pack als Ganzes herausnehmen. Danach kommt man an die Module heran und kann diese einzeln austauschen. Sinnvoll ist das, weil eine Batterie nicht als Ganzes degradiert. Sondern einzelne Module verlieren stärker an Kapazität als andere. Darum wäre ein Komplettaustausch in der Regel auch wirtschaftlich nicht sinnvoll. Da stellen sich natürlich mindestens zwei Fragen: was kosten Module und wie arbeitsintensiv (zeitlich und damit auch finanziell) ist der Austausch? 😕

Sonntag, 20. November 2022

Streckenkosten sinnvoll schätzen

Vom Verbrenner kennt man das ja: nach einiger Zeit kann man den Verbrauch seines Fahrzeuges relativ gut einschätzen. Und wenn man dann die Kosten einer etwas längeren Fahrt nachdenkt, kommt man -je nach Übung- ziemlich schnell durch Kopfrechnen zu einem brauchbaren Schätzwert, was die angedachte Fahrt wohl so etwa an Sprit kosten wird. 300 km, 7 Liter Verbrauch auf 100, zwei Euro der Liter... macht zusammen so €42. Aha. 👍

Ganz so einfach ist die Sache im Elektrobereich nicht. Der Grund ist, dass die Verbräuche je nach Strecke, Last, Geschwindigkeit, Jahreszeit und Ladestelle stark schwanken können. Dazu gibt es ja auch hier auf dem Blog einige Artikel, die Links stehen am Ende. Es ist ein Unterschied, ob ich bestenfalls zum Hausstromtarif lade, gemütlich über Land fahre und es ist Sommer. Oder ich lade mitten im Winter ausschliesslich am Schnelllader und trete dabei auf der Autobahn ordentlich auf den Pinsel.

Die gute Nachricht lautet: so genau braucht man das nicht zu nehmen. Man kann sich das Leben hier stark vereinfachen, wenn man einfach Durchschnittswerte annimmt. Zu denen zu kommen, ist hier die eigentliche Kunst. Speziell am Anfang ist es nicht so einfach, da die Werte wie gesagt stark schwanken können. 😅