Sonntag, 16. Oktober 2022

Geld verdienen mit dem eigenen Auto (2): die THG-Quote ist ausbezahlt, Ergebnis mit aktualisierten Zahlen


Wie hier vor einiger Zeit berichtet, haben wir unsere Fahrzeuge zur THG-Quotierung eingereicht (Link). Zu der Zeit standen verschiedene Dinge noch nicht fest, aber mittlerweile hat sich der Markt etabliert und stabilisiert, sodass ich ein paar zusätzliche Informationen anbieten kann. 👈 Ausserdem haben sich die Strompreise erhöht, hier mussten die Modellberechnungen aus dem ersten Artikel ebenfalls überarbeitet werden. Insgesamt gibt es hier 3 Abschnitte:

1) Aufwand beim Einreichen
2) Bearbeitungszeit
3) Finanzielles Ergebnis

Zum Einreichen lässt sich sagen, dass sich zumindest bei dem von mir gewählten Anbieter der Aufwand in überschaubaren Grenzen hielt. Wobei ich bemerken muss, dass ich den Fahrzeugbrief eingescannt habe. Viele Leute versuchen es mit einem Handyfoto, was nicht immer gleichgut klappt. Ansonsten sind die restlichen Daten (Name, Adresse, Kontoverbindung...) schnell eingegeben. 👍

Die Bearbeitungszeit beim Anbieter war an sich recht kurz, der Prozess transparent dargestellt und regelmässig kamen Mails zum Zwischenstand. Das war erforderlich, weil die Bafa sich Zeit liess. Anscheinend war man von der Menge der Anträge überrascht - naja, haben wir alles bei der Fahrzeugprämie beim Kauf schon gesehen. 😈 Die Antragsübermittlung an die Bafa dauerte 1 bzw. 4 Tage, die Bearbeitung dort dann aber 3 Monate. Als die Zertifizierung erfolgt war, kam das Geld innerhalb von 3 Tagen.

Sonntag, 18. September 2022

Thema Batterie-Lebenszeit und -Recycling (2)

Wie im ersten Artikel (Link) bezüglich der Batterie-Lebenszeit angekündigt, folgt hier nur der zweite Teil zum Recycling. Wie im Betrieb verhalten sich Fahrzeug-Antriebsbatterien auch danach grundsätzlich anders als andere wiederaufladbare Batterien, etwa in Unterhaltungsgeräten oder Werkzeugen. Warum Fahrzeugakkus wesentlich länger leben, wurde ja bereits in Teil 1 erläutert. Was nun aber, wenn es wirklich nicht mehr weitergeht? Wenn der Akku z.B. nur noch 50% Kapazität hat und dadurch für mich als Fahrzeugnutzer sinnlos wird? Kommt der Akku nun einfach auf den Müll? 😖

Kurze Antwort: sicher nicht, dazu ist er viel zu teuer. Auch dann noch, wenn er dank Nutzung oder Alterung stark degradiert ist, also an Kapazität verloren hat. Warum das so ist und welche Möglichkeiten der Weiterverwendung es gibt, soll hier im Folgenden betrachtet werden. Um das mit Zahlen zu hinterlegen und etwas konkreter darzustellen, nehmen wir an, wir haben einen Fahrzeugakku, der ursprünglich 60 kWh Kapazität hatte. Dies ist Mittelklasse, sehr viele Fahrzeuge sind mit Batteriekapazitäten zwischen 55 und 65 kWh ausgestattet - wie etwa mein ID3 Pro. Gesteht man so einem Fahrzeug eine reale Reichweite von etwa 300 km zu (20 kWh Verbrauch auf 100 km sind realistisch), würde diese bei halber Kapazität auf nur noch 150 km sinken. Ich stelle also irgendwann fest, bei meinem Nutzungsprofil reicht das nicht mehr - was kommt jetzt? 😕