Donnerstag, 16. Januar 2025

Fahrzeugmarkt 2024: alle Jahre wieder

Zum nunmehr 4. Mal erfolgt hier eine Bewertung der jährlichen Verkaufszahlen von Elektrofahrzeugen und eine Übersicht des Gesamtmarktes. Zusammenfassend kann man sagen: es gab eine Menge Bewegung und die Zeiten sind... interessant. 😉 Wobei das nicht nur für Elektrofahrzeuge, sondern den Gesamtmarkt gilt: wer die Nachrichten speziell im letzen Quartal 2024 verfolgt hat, bekommt wahrscheinlich mittlerweile ohne die tägliche Hiobsbotschaft aus der Autoindustrie Entzugserscheinungen.

Viele Sachen, die dazu so veröffentlicht werden, halte ich für (gelinde gesagt) zweifelhaft; besonders die zur Jahresmitte häufig mit 'Zusammenbruch der Elektromobilität', 'Käuferstreik bei Elektrofahrzeugen' oder ähnlich reisserischen Überschriften betitelten Artikel haben meines Erachtens wenig mit Realität, aber viel mit Interessenslagen oder schlichter Spekulation auf hohe Klickzahlen zu tun. 😒 Wenn man ausschliesslich die obige Grafik betrachtet, kann man natürlich zu solchen Schlussfolgerungen kommen. Wie heisst es so schön: 'Traue keiner Statistik, die du nicht selber...' usw. Aber dafür gibt es hier ja den Kontext. Ein Spoiler vorneweg: die Elektrowelt ist auch dieses Jahr wieder nicht untergegangen. Aber nun mal Butter bei die Fische:

Sonntag, 12. Januar 2025

ID.3 - Zahlen, bitte: Gesamtkostenbetrachtung nach 4 Jahren im Detail

Nach 4 Jahren war für den ID.3 im Dezember 2024 laut VW-Wartungsplan die zweite Wartung fällig. Ich habe das -nach den Erfahrungen beim ersten Mal- wieder beim Markenhändler vor Ort machen lassen, wo ich den Wagen auch gekauft habe. Grund war, dass die Kosten seinerzeit mit € 355 am unteren Ende der avisierten Spanne von €300-500 lagen.

Mit dieser Zahl lässt sich aber auf jeden Fall eine Kostenbetrachtung für die ersten vier Jahre herleiten, wobei der Vergleich mit den ersten 2 Jahren gut passt, da die Kilometerleistung mit etwa 5.000 pro Jahr recht konstant ist.

Den grössten Posten (Wertverlust) muss ich hier aber weiterhin unberücksichtigt lassen. Angebot und Nachfrage sind zurzeit -schon wieder- nicht im Lot. Im Gegensatz zu meinem Bericht vor 2 Jahren allerdings diesmal in die umgekehrte Richtung: diesmal ist nicht zu erwarten, dass ich zu viel für den Wagen bekomme würde, sondern vermutlich zu wenig. Aber da nach wie vor sowieso kein Verkauf ansteht (und die meisten Käufer offenbar im Gegensatz zu mir auf Leasing zurückgreifen), ist das eine eher philosophische Überlegung.

Doch zurück zum Thema: wie haben sich die Kosten entwickelt?

Sonntag, 4. August 2024

Veränderungen im Kopf - Unterschiede auf der Langstrecke eAuto vs. Verbrenner

Vor einiger Zeit traf ich mal beim Laden an der Autobahn einen BWM-Fahrer an der Ladesäule. Wir kamen ins Gespräch und er erklärte mir, dass er von den Ladezeiten etwas enttäuscht sei. Auf Nachfrage warum, meinte er: "Bis der Akku wieder ganz voll ist, dauert es ja ewig." Ich warf einen Blick auf die Säule, die Ladeleistung wurde (bei 85% oder so) mit 45 kW angegeben. Als ID.3-Fahrer wird man da übrigens neidisch, aber das ist eine andere Geschichte. 😈

Dies ist ein hervorragendes Beispiel für 'Verbrennerdenke', die sich aus einer lebenslangen Gewohnheit ergibt: ich warte, bis der Tank leer ist und dann mache ich ihn wieder ganz voll. Das ist auch vernünftig, weil ich so wenig Zeit an einer Tankstelle wie möglich verbringen möchte.

Was allerdings insofern für e-Autofahrer ein völlig falscher Ansatz ist, denn dadurch verlängert sich die Fahrzeit. Ich erklärte dem Mann also zunächst, dass er am besten sofort weiterfahren solle. Was ihn verblüffte, denn "der Akku ist doch noch gar nicht voll und dann muss ich bis nach Hause ja noch mal laden". Richtig, aber trotzdem irreführend. 😵

Ich erklärte ihm zunächst das Verhalten von e-Autos am Schnelllader. Die Ladekurve (die ich für sein Auto natürlich nicht kannte) und dass die Ladegeschwindigkeit mit dem Befüllungsgrad immer weiter sinkt. Davon hörte er zum ersten Mal und es stellte sich heraus, dass meine Ausführungen etwas sehr... theoretisch waren.