Sonntag, 3. Oktober 2021

Erfahrungsbericht Langstrecke mit dem ID.3 (2): Echter Verbrauch vs. echter Verbrauch vs. echter Verbrauch - ?!?

Wie im vorherigen Post beschrieben, habe ich meine erste Ferntour mit ABRP vorgeplant - ohne dabei Rücksicht auf meine bisherigen Verbrauchswerte zu nehmen. Obwohl ich die alle kenne, denn vom ersten Kilometer an habe ich alle Verbräuche dokumentiert. Sowohl die des Bordcomputers als auch die tatsächlich geladenen kW an allen Säulen. Übrigens ein positiver Nebeneffekt der Spielereien mit Ladekarte und -app: man hat immer eine komplette Ladehistorie bei der Hand. 😎 Aber das nur nebenbei.

Warum bei der Planung also nicht einfach die bisherigen Verbräuche annehmen? Um das zu verstehen, lege ich hier mal ein paar Zahlen auf den Tisch. Zunächst einmal ein Foto links vom Verbrauch etwa eine Woche vor der Abfahrt. 55% Akkustand entsprechen hier 256 km. Mit dem Dreisatz (256/55*100) ergibt sich bei Vollladung auf 100% somit eine rechnerische Reichweite von 456 km. 😜   

Und wie man in dem folgenden Bild rechts sieht, kam der Bordcomputer nach der tatsächlichen Vollladung direkt vor der Tour auf fast genau denselben Wert. Was bedeutet, dass sich die Verbrauchswerte in der Woche dazwischen nicht gross geändert hatten.

Aber wie sind die eigentlich zustande gekommen? Ist das für meine geplante Tour überhaupt realistisch? Und da liegt der Hase im Pfeffer. 😕 Auf keinen Fall sollte man derartige Zahlen einfach unkritisch übernehmen.

 

 

 

Sonntag, 26. September 2021

Erfahrungsbericht Langstrecke mit dem ID.3 (1): Schnelllader, Ladung am Ziel, Ausland (Dänemark)

Nachdem nun der Urlaub in Flensburg vorbei ist, soll hier ein Erfahrungsbericht über die erste richtige Fernfahrt Auskunft darüber geben, wie es gelaufen ist. Was war gut? Was war nicht so gut? Was hätte besser oder schlechter laufen können?

Zuvor soll allerdings noch kurz dargestellt werden, was eigentlich die Ziele der hier beschriebenen Aktivitäten waren. Das ist nicht ganz unwichtig, denn ansonsten wird manchem Leser an der einen oder anderen Stelle zweifellos der Gedanke 'was sollte das denn?' kommen. Also eine kurze Liste vorneweg:

- Planung vorab, um ein Gefühl zu bekommen. Und zu sehen, ob das funktioniert.
- Erfahrungen sammeln bezüglich tatsächlicher Reichweite und Verbrauch.
- Erfahrungen sammeln durch Einsatz der 'We Charge' Ladekarte, wo möglich.
- Realistische Fahrweise (bis 100 auf Landstrassen und 130 auf der Autobahn).
- Erfahrungen sammeln bezüglich Verfügbarkeit und Auslastung von Ladesäulen.
- Einbeziehung der Fahrräder (hinten quer auf AHK) in Planung und Beobachtung.

Was dabei herauskam, soll hier im Folgenden beschrieben werden. Aus bestimmten Gründen wurde der bisherige Verbrauch nicht mit einbezogen; mehr dazu im nächsten Artikel. 😏

Mittwoch, 8. September 2021

Fahren auf der Langstrecke - eine Trockenübung mit ABRP

Zu den grössten Anfangsschwierigkeiten auf dem Weg zur Elektromobilität gehört zweifellos die fehlende Vorstellungskraft bezüglich Reichweiten, Verbrauch und Zeitaufwand beim Laden speziell auf der Langstrecke. Der Verstand bemüht sich dann, aufgrund vergangener Erfahrungen 'hochzurechnen'. Leider sind diese irreführend. 😒 Daher soll dieser Artikel aufzeigen, wie man sich diesem Problem realistisch und mit eigenen Erfahrungen nähern kann. Erreicht wird dies mit einer Nachkalkulation. Soll heissen: ich überprüfe einen längeren Weg, den ich aus Erfahrung möglichst gut kenne, weil ich ihn -vorzugsweise öfter- schon mit dem Verbrenner gefahren bin. Dazu nutze ich ein geeignetes Planungsprogramm, dass es mir ermöglicht, mit realistischen Werten die Fahrzeit eines Elektrofahrzeuges inklusive Laden mit einer (mir aus Erfahrung bekannten) Verbrennerfahrzeit zu vergleichen.

Dies kann man gut als Simulation bzw. Trockenübung am heimischen Bildschirm machen, ohne sich weiter mit technischen Daten, theoretischen Verbrauchswerten oder irreführenden Ladezeitenhinweisen zu beschäftigen. Wie das genau geht, soll in diesem Artikel erklärt werden. 👈

Sonntag, 15. August 2021

Die eigene Schukotankstelle - Nachschärfen



Wie das mit dem Aufstellen einer eigenen Lademöglichkeit auf Gemeinschaftseigentum generell funktioniert, wurde hier ja schon an anderer Stelle dargestellt. Allerdings ist das -in diesem Fall- nur die halbe Miete, denn mit dem Aufstellen an diesem Platz, der nicht grundsätzlich für mich reserviert ist, habe ich zwei Risiken. Erstens könnte er besetzt sein (erledigt durch geschickte Wahl des Platzes) und zweitens könnte die Säule durch Dritte beschädigt werden, da sie jetzt sehr nahe am Parkplatz steht.

Dass ich bisher zum Nachladen nicht auf beiden Plätzen parken konnte, lag vor allem daran, dass der ID.3 kein Nasenlader ist. Die Ladeklappe liegt hinten an der Beifahrerseite, was insgesamt recht unpraktisch ist, denn auch die meisten öffentlichen Ladesäulen werden auf dem Kopf -also von vorne- angefahren (für seitlich anzufahrende Stadtlader ist das natürlich gut). Mit Typ-2-Kabeln von 7,5m kein Problem, aber die meisten Schukolader haben nur 5m Kabellänge. Der ID.3 ist aber über 4m lang, darum musste die geschützte Steckdose direkt am Parkplatz aufgestellt werden. 

Ein Testlauf ergab, dass ich bis auf etwa 40 cm an die Säule heranfahren muss, die Parksensoren sind da schon auf dunkelrot. 😛 Darum habe ich mich für zwei Massnahmen entschieden.